Sich bewegen lassen

Inwieweit lassen wir uns bewegen? Von anderen Menschen oder auch von unseren eigenen, wahren Gefühlen?

SIch bewusst und akzeptierend bewegen zu lassen ist ein Zeichen von Offenheit, Mut und Empathie bzw. Selbst-Empathie. Für die meisten Menschen in unserer Kultur ist dies jedoch mit einigen Ängsten besetzt, z.B:

  • die Angst vor Kontrollverlust: Etwas bewegt sich auf seine eigene Art und Weise durch unseren Körper.
  • die Angst, andere oder uns selbst durch unsere Gefühle zu verletzen
  • die Angst, von anderen als „schwach“ angesehen zu werden, wenn wir unsere Gefühle zeigen oder mitfühlen.
  • die Angst vor der unbewußten Kraft der Gefühle und nicht zu wissen, wie damit umgehen
  • die Angst, verrückt oder krank zu sein. Wir  haben zu wenig positive Vorbilder, die uns einen gesunden Umgang mit Gefühlen vorleben
  • die Angst, so zu werden, wie die negativen Beispiele, die uns geprägt haben: Menschen, die durch ihre affektartigen Gefühlsausbrüche (insbesondere starker Zorn, aber auch anhaltende, tiefe  Trauer oder Schmerz) andere in Angst, Schrecken und Hilflosigkeit versetzen

Daher ist es alles andere als selbstverständlich, einverstanden mit den eigenen Gefühlen zu sein und sich von ihnen bewegen zu lassen. Es ist noch nicht mal selbstverständlich, sie überhaupt wahrzunehmen und hinzuspüren, sie willkommen zu heißen.

Unsere Gefühle in ihrer ganzen Palette wertzuschätzen und ihnen zutiefst dankbar zu sein – ist eine Einladung und Inspiration dieser Webseite

 

Foto: by Vicente Villamón/ Flickr, Lizenz: CC BY 2.0